Segen - Mögen alle Wesen

Heute feiern wir das neue Jahr.
Ein fröhliches Fest gibt uns Schwung, um gut anzukommen im Jahr 2021. In diesem Jahr dürfen wir in kleiner Runde erfinderisch sein, um die Festtagsfreude in uns zu entfachen. Wir brauchen das Lachen, das Feiern, das Tanzen, das Beisammensein.
Wenn es soweit ist an Silvester, um Mitternacht, geben wir unsere Segenswünsche an unsere Freunde und Familien. Wir stossen mit berauschendem, kribbeligen Sekt an und wünschen uns gegenseitig Glück, Freude, Gesundheit, Liebe.  Mit wundervollem Licht und lautem Klang verzaubern wir die dunkle Nacht und begrüßen den Neubeginn, bitten damit die geistige Welt und gute Fügung und ihre Unterstützung - und das seit Urzeiten. 
Lasst uns in unsere Wünsche und Gebete alles, was lebt, einbeziehen, unser
Foto: Thomas Ledermann                                                                                   Herz so weit machen für die Schöpfung und weiter... Lasst uns Worte finden, die unsere Herzenswünsche ausdrücken können. Sie auszusprechen, gibt unseren Gedanken, unserer Liebe Gestalt. Der Wind trägt den Klang in alle Welt. Sie aufzuschreiben und in den Gebetsfahnen dem Wind zu übergeben, lässt das Wort einen stetigen Weg gehen. Stetig weht der Wind um die Fahnen und spielt mit der Energie, die sie tragen, der Energie der Menschen, die sie gestalten. Immer wieder, wenn wir die Fahnen im Wind wehen sehen, entsteht eine Verbindung zu unseren Worten und Wünschen. So bleiben sie präsent in uns und geben unserem Sein immer wieder den Impuls zu dem weiten Herzen, mit dem wir die Fahnen gefüllt haben. Das gibt unserem Tun einen guten Focus. Gleichzeitig erinnern sie uns daran, dass alles vergänglich ist. Langsam lösen sich die Fahnen in Wind und Wetter auf. Denn nichts ist unumstösslich und für die Ewigkeit gemacht. Und wir haben das Glück, alles zur bestimmten Zeit zu erneuern oder dem Vergessen anheim zu geben.    


Das Ritual für heute:

Entzündet Eure Kerze für das Ritual oder bereitet ein Feuer vor, wenn Ihr draußen sein könnt. Nehmt Euch ein Stück Stoff oder Papier. Schneidet es in eine viereckige Form (für die vier Weltenden) oder in dreieckige Form (für die heiligen Drei, die eins sind). Vebindet Euch im Herzen mit dem großen Wesen unserer Erde und allem, was sie umgibt, ohne Bewertung und mit allem Freud und Leid, das darin ist. Wir sind ein winziger, lebendiger Teil des Ganzen. Wir sind, weil das Ganze ist und das Ganze ist, weil wir sind. Das zu spüren ist Liebe, die uns miteinander im Ganzen verbindet. Lasst aus dieser Liebe in Euch Bilder, Worte entstehen und füllt damit Eure Fahne(n).
Wenn die rechten Worte für Euch geflossen sind, nehmt Euch noch einen Moment des Nachklingens. Dann hängt die Fahne(n) in den Wind  - einzeln oder mit anderen zusammen.

Mit diesem Gefühl im Inneren könnt Ihr nun feiern, das Feuer entzünden, singen und in die nächste Nacht, den nächsten Tag, ins neue Jahr gehen.

Der Segensgesang für heute ist:
Mögen alle Wesen
youtube

Kapo 5. Bund

     Am          F            Dm       Em
Loka samasta sukhino bhavanthu!
Am                  F             Dm                    Em
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein!

T/M: trad. Indien/Joachim Goerke
CD: Melodie des Lebens www.sajema.de

Noten im Buch: "Lieder für die stille Zeit"
https://www.lebenslieder.org/shop/