Rauhnacht - special

12 Rauhnächte - 12 Gesänge - 12 Rituale

 


Die Rauhnächte sind eine ganz besondere Zeit im Jahr. Es ist die Zeit zwischen den Jahren - das Alte ist nicht mehr und das Neue noch nicht. Es ist die Zeit im Jahr, in der wir diesen Zwischenraum am ehesten wahrnehmen können. Jedes Jahr kehrt diese Zeit wieder - wie auch der Vorfrühling, das Sprießen im Frühling, Ernetdank etc. - der Kreislauf des Werdens und Vergehens.  
Wie jede Zeit haben auch die Rauhnächte besondere Qualitäten, bestimmte Fragen und sie halten bestimmte Antworten bereit für die, die fragen und lauschen.


Hier findet Ihr 12 Aspekte dieser Zeit, jeweils einen Gesang dazu auf youtube und ein passendes Ritual.
Die Videos sind alle gerade entstanden und die Gesänge sind zum Teil schon auf Cd und im Streaming veröffentlicht, zum Teil jetzt in diesen Tagen hier in unserem kleinen Heiligtum, der Jurte im Naturcamp in Ragösen mit meinen Kindern oder einzelnen FreundInnen, zum Teil auch noch im Herbst mit meinen Gruppen aufgenommen.
Mit den Ritualen lade ich Euch ein, Euren, unseren Alltag spirituell zu begreifen. Das Heilige beginnt ja mit vielen kleinen täglichen Dingen. Das ist das Schöne, dass wir nicht auf vielleicht ein paar Mal im Jahr warten brauchen, nicht die Spiritualität outsourcen. Aber es ist auch das, was uns selbst am meisten braucht und uns deshalb auch in der Kontinuität am wohlsten tut.

Jede Rauhnacht um 17 Uhr gibt es auf youtube die Premiere des Gesanges - hier geht's zur Playlist  
Wenn Ihr hier unten ab dem entsprechenden Tag auf den Link klickt, findet Ihr den Liedtext mit Harmonien, das Ritual und den youtube-Link direkt zu diesem Lied.

#1-  21. Dezember - Wintersonnenwende: When the sun's reborn
#2 - 22. Dezember - Rauhnacht - Träume einladen
#3 - 23. Dezember - Festvorbereitungen mit Begeisterung
#4 - 24. Dezember - Weihnachtsbaum, Lebensbaum, Weltenbaum
#5 - 25. Dezember - Ahnen
#6 - 26. Dezember - Verbindungen erneuern
#7 - 27. Dezember - Liebe, Geborgenheit
#8 - 28. Dezember - Inspiration
#9 - 29. Dezember - Mut, sich bereit machen für Neues
#10 - 30. Dezember - Wecken der Lebensgeister
#11 - 31. Dezember - Segen
#12 - 01. Januar - Neubeginn

Spendenmöglichkeit:

Wenn Ihr als Dankeschön für das Rauhnachtspecial etwas spenden wollt, freuen wir uns als Heilsingkreis über einen Beitrag zu unserem Crowd Funding. Als Kreis besingen wir Menschen in besonderen Situationen. Da in Krisen das Geld meist nicht so üppig ist, sammeln wir, um manchen Menschen das Besungen-Werden zu ermöglichen.

Info zum Heilsingkreis: https://www.lebenslieder.org/heil-singen-sound-healing/

Spendenkonto:
MBS Potdam, IBAN: DE83 160 500 00 4651 263327
oder über paypal https://www.lebenslieder.org/crowd-funding/

Heilige Nacht
Anke Bolz

Der Mond stand hoch oben am Firmament
und die Sterne leuchteten hell in dieser Nacht.
Tief verschneit war die weite Welt und Gottes Geschöpfe
ruhten verborgen unter der dichten Decke.
Das ferne Licht fand sich funkelnd wieder in der weißen Pracht.
Selten war eine solche Stille.
Etwas lag in der Luft. Man konnte es riechen.
Der Frost schien den Augenblick für die Ewigkeit aufbewahren zu wollen:
mit seinem eisigen Hauch warf er ein raues Kleid über die Seen und Flüsse,
und glitzernde Blumen malte er an die Fenster der Häuser.
Wer nach des Tages Mühen nun eilends heimwärts lief,
hielt inne in seinem hastigen Schritt.
Verheißungsvoll hob sich sein Blick,

glückselige Gewissheit erfasste ihn und floss heiß durch alle Glieder.
Ein Strahlen stieg in die müden Augen.
Vergeben war Last und Verdruss.
Leichten Schrittes setzte er seinen Weg fort.
Die Zecher, die lärmend aus dem Wirtshaus polterten, vergaßen,
worüber sie eben noch lautstark lamentierten, und gingen friedlich einher,
seltsam angerührt und lauschend auf den Klang der Nacht.
Der Bettler in all seiner Not saß, der Welt entrückt,
in dieser Nacht an seinem Feuer.
Aus dem Innersten des Herzens stieg eine Ahnung in ihm auf.
Hell leuchteten die Fenster im flackernden Schein.
Drinnen saßen Zwei, die sangen.
Ihre Töne flochten sich ineinander wie die Blüten in einer wilden Rosenhecke.
Zart schwangen sich die Klänge ihrer Stimmen
in die Lüfte auf und verschmolzen.
Wie auf Flügeln zogen sie durch das Haus
und kehrten vereint in das Herz zurück, aus dem sie gekommen.
In einen See von Staunen, unermesslicher Freude und Licht flossen sie
und speisten ihn.
Klang um Klang fand den Weg in stetigem Fluss.
Es füllte sich der See.
Rundum begann
 ein Flirren und Flimmern, das alles durchdrang.
Felsen schmolzen dahin.
Und endlich ergoss sich seine Liebe
 in grenzenloses Nichts.
Es ist vollbracht.